Hilfen
Überlebenshilfe

Wer zu Hängematte kommt, kann kostenlos etwas essen, sich duschen und Wäsche waschen. Die Besucher werden medizinisch mit dem Nötigsten versorgt. Für die Übernachter stehen 23 Betten in der Notschlafstelle zur Verfügung.
Psychische Stabilisierung

Zwei Sozialpädagogen sind rund um die Uhr anwesend, um einen gemeinschaftlichen und friedlichen Ablauf zu gewährleisten und in Krisensituationen und bei persönlichen Problemen zu helfen. Für die Besucher ist Hängematte Schutzraum und Rückzugsort, wo die klassischen Mechanismen der Drogenszene nicht gelten.



Ablösung von der Drogenszene

Darüber hinaus unterbreiten die Mitarbeiter Beratungsangebote. Sie zeigen Perspektiven auf und ermutigen immer wieder zu ersten Schritten auf einem Weg in ein Leben ohne Drogen. Im abendlichen Ablauf wird den Besuchern möglichst viel Eigenverantwortung übertragen. Sie kochen selbstorganisiert, müssen die Räumlichkeiten in einem ordentlichen Zustand halten und kümmern sich um das Waschen ihrer Wäsche.

Auch organisatorische Unterstützung bietet Hängematte seinen wohnungslosen Besuchern an. Sie können sich Post in die Einrichtung schicken lassen und vorübergehend ihre Habe einlagern, wenn sie in Haft oder auf Therapie gehen. Beraten und begleitet werden sie auch in Behördenangelegenheiten, ob beim Jobcenter, Passamt oder Sozialamt.



Schutz des öffentlichen Raums und Suchtprävention

Ca. 5.000 Notübernachtungen verzeichnet Hängematte pro Jahr. Indem Menschen in der Einrichtung Betreuung und einen sicheren Schlafplatz finden, sind sie nicht auf die Übernachtung in Parks oder anderen öffentlichen Anlagen angewiesen. Auf Überdosierungen reagieren Hängematte-Mitarbeiter mit lebenserhaltenden Maßnahmen und verhindern immer wieder Drogentodesfälle.

Im Rahmen von Schulprojekten und Einrichtungsbesuchen klären Mitarbeiter Jugendliche über Gefahren des Drogenkonsums auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention.