Überlebenshilfe

Wer zu Hängematte kommt, kann im Kontaktladen kostenlos etwas essen. Die
Besucher können sich duschen, ihre Wäsche waschen und werden medizinisch
mit dem Nötigsten versorgt. Das geht bis hin zu Wiederbelebungsmaßnahmen
bei Überdosierungen. Viele der abendlichen Gäste bleiben auch über Nacht im
Notschlafstellen-Bereich von Hängematte, da sie keine andere
Übernachtungsmöglichkeit haben.

Psychische Stabilisierung

Zwei Sozialpädagogen sind rund um die Uhr anwesend, um einen
gemeinschaftlichen und friedlichen Ablauf zu gewährleisten und in
Krisensituationen und bei persönlichen Problemen zu helfen. Für die Besucher
ist Hängematte Schutzraum und Rückzugsort, wo die klassischen Mechanismen
der Drogenszene nicht gelten.
Hilfsangebot
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Hilfe bei Ablösung von der Drogenszene

Darüber hinaus unterbreiten die Mitarbeiter Beratungsangebote. Sie zeigen Perspektiven auf, entwickeln
gemeinsam mit den Besuchern alternative Handlungsstrategien und ermutigen immer wieder zu ersten
Schritten auf einem Weg in ein Leben ohne Drogen.

Im abendlichen Ablauf wird den Besuchern möglichst viel Eigenverantwortung übertragen. Sie kochen
selbstorganisiert und gemeinsam, müssen die Räumlichkeiten in einem ordentlichen Zustand halten und
kümmern sich selber (oft gemeinsam) um das Waschen ihrer Wäsche. So werden lebenspraktischer
Fähigkeiten erhalten und soziale Kompetenzen eingeübt.

Auch organisatorische Unterstützung bietet Hängematte seinen wohnungslosen Besuchern an. Sie können
sich Post in die Einrichtung schicken lassen und ihre Habe einlagern, wenn sie in Haft oder auf Therapie
gehen. Beraten und begleitet werden sie auch in Behördenangelegenheiten, ob beim Jobcenter, Passamt
oder Sozialamt.

Schutz des öffentlichen Raums und Suchtprävention

Über 5.000mal übernachteten 2016 Menschen bei Hängematte. In dem sie in der Einrichtung Betreuung und
einen sicheren Schlafplatz finden, sind sie nicht auf die Übernachtung in Parks oder anderen öffentlichen
Anlagen angewiesen. Die Sicherheit des öffentlichen Raums wird gestärkt.

28mal kam es 2016 zu Überdosierungen im Umfeld der Einrichtung, auf die Hängematten-Mitarbeiter mit
lebenserhaltenden Maßnahmen reagierten. Ein Todesfall war dabei zu beklagen, viele Drogentodesfälle
wurden verhindert.

Im Rahmen von Schulprojekten und Einrichtungsbesuchen klären Mitarbeiter Jugendliche über Gefahren des
Drogenkonsums auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention.
Kommen kann jeder, der mit Drogen zu tun hat, die Arbeitsweise ist niedrigschwellig und akzeptierend. Einzig
und allein die Hausregeln müssen strikt befolgt werden, und die heißen zusammengefasst: Keine Drogen,
kein Dealen, keine Gewalt. Dabei genießen Frauen besonderen Schutz, für sie steht nachts auch ein
abgetrennter Bereich zur Verfügung.